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Die Schätze von Ur



C. Leonard Woolley und seine Helfer fördern einen heiligen Bezirk mit den Resten von fünf Tempeln zutage, die die einst von König Ur-Nammu erbaute Zikkurat (1) im Halbkreis umgaben. Einer davon (2) ist heute noch gut erhalten und aus der Luft gut zu sehen. Jeder Tempel hatte einen Innenhof, umgeben von zahlreichen Räumen. In ihnen fand man noch Wassertröge und Backöfen in sehr gutem Zustand, so dass Woolley vermerkte: »Nach 38 Jahrhunderten konnte man die Feuer wieder anzünden und die älteste Küche der Welt wieder in Betrieb setzen.«



Die Ausgräber fanden einen reichen Schatz an Lehmtäfelchen, die Steuerquittungen und weiteren Schriftverkehr enthielten. So gab die Entzifferung dieser schriftlichen Zeugnisse viele Geheimnisse der antiken sumerischen Kultur preis. Auch Königsgräber wurden gefunden, die weitere Einblicke in die frühe Kultur Urs gaben.

Südlich des Zikkurats gruben die Archäologen Privathäuser aus, die die in Babylon gefundenen Wohnungen bescheiden aussehen ließen: Die Einwohner von Ur lebten in mehrstöckigen, prächtigen Villen. Eine dieser Villen (3) wurde restauriert und wird als »Terachs und Abrahams Wohnhaus« den Besuchern gezeigt. Saddam Hussein ließ dieses Gebäude neu errichten, als Papst Johannes Paul II. Anfang der 1990er Jahre eine Reise in den Irak in Erwägung zog. Ein großer Parkplatz wurde angelegt, damit sich Touristen und Pilger ein Bild davon hätten machen können, wie die biblischen Patriarchen wohl gelebt haben mögen.

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