Inhalt:
Einführung
Babylon
Ur in Chaldäa
Assur
Ninive
Nimrod
Eden
Ararat
Athen
Rom
Special: Reliquien
Impressum
Hilfe
MORIJA-Links:
MORIJA.de Homepage
MORIJA.biz Online-Shop
Einzigartiges Israel Online
HDTV-Einführung
|
|
Babylon Paläste, Gärten und Hubschrauber


2. Die Südburg Nebukadnezars. 3. Der Kasr und vielleicht die Hängenden Gärten. 5. Das Ischtar-Tor und die Prozessionsstraße. 6a Saddam Husseins Palast. 7. In Babylon stationierte Militärhubschrauber.
2. Die Südburg Nebukadnezars II.
600 Meter nördlich des Turms stoßen wir auf den Königspalast eines Herrschers, der uns ebenfalls aus der Bibel bekannt ist: Mit der »Südburg« Nebukadnezars wurde in den Jahren 1900 bis 1906 ein gewaltiger Komplex freigelegt, dessen Hauptzugang im Westen liegt, zur Prozessionsstraße (5) hin. Fünf Innenhöfe, von denen der größte 55 mal 60 Meter groß ist, breiten sich in dem 300 Meter langen Palast aus. Über den mittleren Innenhof erreicht man den ausladenden Thronsaal, in dem auf der Südseite die Nische zu sehen ist, in der mit hoher Wahrscheinlichkeit Nebukadnezars Thron stand.
Robert Koldewey hat bei seinen Ausgrabungen Keilschrifttafeln gefunden. Erwähnt wird darauf der aus der Bibel bekannte König Jojakin, der in babylonische Gefangenschaft geraten war und »vom Palast des Königs ernährt« wurde. Saddam Hussein hat auf den Ruinen der Südburg den Palast neu errichtet - und stellte sich damit in die Herrscherlinie Nebukadnezars. 1982 begannen seine Arbeiter, den Palast mit seinen 600 Räumen zu rekonstruieren allerdings nicht im Sinne der Archäologen. Über die ursprünglichen Ziegelsteine, die knapp einen Meter aus dem Boden ragten und Inschriften zur Ehre Nebukadnezars II. trugen, erbaute Hussein mit 60 Millionen Steinen den Palast zu seiner Ehre wieder auf: »In der Ära Saddam Husseins, dem Beschützer des Irak, der Babylon neu erbaut.« Viele der neuen Steine begannen schon nach 10 Jahren auseinanderzubrechen!
3. Der »Kasr«
Der gesamte Palast Nebukadnezars sollte noch größer sein, doch die Ausgräber um Koldewey konnten sich nur ein unklares Bild des Grundrisses machen. Durch Ziegelraub war schon vieles zerstört, doch immerhin sind noch Teile der 17 Meter dicken Mauer und des über 15 Meter hohen Fundaments zu erkennen.
Man vermutet in diesem Bereich auch die sagenhaften »Hängenden Gärten der Semiramis« eines der beiden sieben Weltwunder, die Babylon der antiken Welt beisteuerte. Koldewey entdeckte nordöstlich der Südburg einen Gewölbebau und nahm an, dass dieser als Substruktion der Hängenden Gärten diente. An dieser Interpretation ist jedoch Kritik geübt worden und es gibt zahlreiche Alternativen.
4. Die Stadtmauer
Auch die Stadtmauer Babylons gilt als eines der sieben Weltwunder. Schon durch die Gestalt der Oberfläche war ihr Verlauf schon weitgehend bekannt, doch ihre mächtige Struktur wurde erst durch die Grabungen im Jahr 1904 ersichtlich: Der doppelte Mauerring um die Innenstadt bestand aus einer 3,25 Meter dicken äußeren und einer 6,50 Meter dicken inneren Mauer. Die äußere Stadtmauer war fast fünf Kilometer lang und bestand aus einer dreifachen Sicherung: Ein Wassergraben, der mit einer Böschungsmauer gesichert war, eine 8 Meter starken Mauer aus gebrannten und im Abstand von 12 Metern noch eine 7 Meter starke Mauer aus Lehmziegeln. Es wird vermutet, dass dieser Abstand noch bis zur Höhe der Mauern aufgefüllt war, und die gesamte Wehranlage somit fast 27 Meter dick war eine uneinnehmbare Festung!
Leider ist von der Stadtmauer heute kaum noch etwas zu sehen Straßen und neue Gebäude wurden in den letzten 100 Jahren gebaut, viel Erde bewegt. Lediglich einige Meter westlich des Turmes kann man noch ein Stück erahnen. Doch es ist wahrscheinlicher, dass es sich hier um eine weitere Palastmauer handelt.

Ein Modell der Prozessionsstraße mit dem Ischtar-Tor
5. Das Ischtar-Tor und die Prozessionsstraße
Um das originale Ischtar-Tor zu besichtigen, muss man nicht in den Irak reisen es steht im Pergamon-Museum in Berlin. Doch ursprünglich bis zu dem Zeitpunkt, als es Robert Koldewey in die deutsche Hauptstadt brachte stand die Ruine des Tors in Babylon. Nach dem Vorbild, wie das Ischtar-Tor in Berlin restauriert wurde, baute Saddam Hussein an der Originalstätte ein neues auf.

Die Monumente Babylons waren reich verziert mit den Symbolen der Macht und der Götter.
6. Saddams Paläste
Aus der Satellitenperspektive sieht man es schön: drei Hügel, auf die jeweils eine gewundene Straße führt, bilden ein gleichseitiges Dreieck um das antike Babylon. Auf jeden Hügel wollte der Diktator einen Palast bauen: einen für sich der ist fertiggestellt (6a) und je einen für seine beiden Söhne (6b und 6c). Die Hügel haben einen Abstand von jeweils 2600 Metern.
7. Hubschrauber
Wenige Meter östlich der Prozessionsstraße sind 15 Kampfhubschrauber der alliierten Streitkräfte stationiert sehr zum Leidwesen aller Archäologen. 500 Meter südlich des Saddam-Palastes (6a) befinden sich weitere acht Helikopter, ein fliegendes Exemplar ist genau einen halben Kilometer nördlich des Ischtar-Tores, am jenseitigen Ufer des Wasserkanals, zu finden.
weiter nach Ur
|
|



|