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Babylon ein Turm in den Himmel

1. Der Turm zu Babel
Vom alten Turm sind noch die Fundamente übrig und aus der Luft deutlich zu erkennen. Das Grundwasser ist in ihnen an die Oberfläche getreten.

1. Die Fundamente des babylonischen Turmes »Etemenanki«. 4. Hier erkennt man andeutungsweise noch Reste der alten Stadtmauer. Es könnte sich aber auch nur um eine Palastmauer handeln.
Die ersten archäologischen Ausgrabungen fanden 1899 statt. 1971 erklärte die irakische Regierung, den Turm wieder aufbauen zu wollen. Dazu kam es jedoch nie.
Der Turm ist nach biblischer Zeitrechnung in die Zeit zwischen Sintflut und Abraham zu datieren also im 3. Jahrtausend vor Christus. Wenn man diese Angaben mit der mesopotamischen Geschichtsschreibung vergleicht, findet man bei König Sargon I. einen Hinweis auf einen heiligen Ort in Babel, das er irgendwann zwischen 2300 und 2100 v. Chr. eroberte. Um 2050 v. Chr. wird konkret ein Turm in Babylon erwähnt.
Hammurabi baute den Turm um 1700 v. Chr. wieder auf, Nebukadnezar hat ihn später renoviert und erweitert. Man kennt von Babyloniens bekanntestem König nur zwei bildliche Darstellungen. Eine davon zeigt ihn auf einem Relief zusammen mit einem siebenstöckigem Turm. Aus der hellenistischen Zeit (229 v. Chr.) stammt eine Auflistung der Maße des als »Etemenanki« bekannten Zikkurats: Demnach hatte er tatsächlich sieben Stockwerke und war jeweils 90 Meter breit, lang und hoch.

Ein Modell des Turmes zu Babel steht im Pergamon-Museum. In Wirklichkeit ist nicht mehr viel übrig geblieben.
478 v. Chr. zerstörte der persische Herrscher Xerxes den Turm teilweise. Die Geschichte des Monuments endet mit Alexander dem Großen, der die Ruinen des Bauwerks 323 v. Chr. abreißen ließ, um es danach wieder neu zu errichten. Doch dazu kam es nie, Alexander starb in jungen Jahren nach seinen zahlreichen Eroberungen. Danach bediente man sich der Ziegel als Baumaterial und trug die Ruinen bis auf die Fundamente ab.
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